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Der Tod eines Bürokraten
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Der Tod eines Bürokraten


Böse, turbulent und urkomisch ist diese kubanische Satire über eine Raum greifende Bürokratie. Alles beginnt mit dem Tod des verdienten Denkmalproduzenten, der den Massenausstoß von Gedenkbüsten durch die Erfindung einer Büstenproduktionsmaschine erheblich erhöht hatte. Ein kleiner Fehler bei der Bestattung sorgt dafür, dass der Neffe des Toten durch die Hölle der Anträge und Genehmigungsformalitäten wandern muss.

Filminformation

Originaltitel: La muerte de un burócrata
Sprachfassung: Spanisch mit deutschen UT
Produktionsland: Kuba
Jahr: 1966
Länge: 85 Min.
s/w
Regie: Tomás Gutiérrez Alea
Drehbuch: Alfredo L. Del Cueto, Tomás Gutiérrez Alea, Ramón F. Suárez
Kamera: Ramón F. Suárez
Schnitt: Mario González
Tonmischung: Carlos Fernández, Ricardo Iztueta, Adalberto Jiménez, Eguenio Vesa
Musik: Leo Brouwer
Darsteller/Mitwirkende: Salvador Wood, Silvia Planas, Manuel Estanillo, Omar Alfonso, Gaspar De Santelices, Tania Alvarado, Pedro Pablo Astorga, Elsa Montero, Luis Romay, Carlos Ruiz de la Tejera, Richard Suarez, Laura Zarrebeitia
Produktion: Instituto Cubano del Arte e Industrias Cinematográficos (ICAIC), Margarita Alexandre
Preise: 1966: Special Prize of the Jury, Karlovy Vary International Film Festival
Altersfreigabe: FSK 12

Dieser Film ist nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar.


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Zum Inhalt

Paco

fällt in das Räderwerk einer selbst erfundenen Maschine, deren Aufgabe es ist, Herrscherbüsten zu produzieren. Nach seinem Tod beschließen die Genossen, dem Dahingegangenen als besondere Ehre das Arbeitsbuch mit auf den letzten Weg zu geben. Das bringt seine Witwe an den Rand der Katastrophe, denn ohne Arbeitsbuch des verstorbenen Gatten gibt es für sie keine Rente. Hier beginnt der Gang durch die Institutionen, den Pacos Neffe für seine Tante antritt - Rentenamt durch alle Instanzen, Exhumierung durch alle Instanzen ... Der Tod eines Bürokraten «Paco erstellte unermüdlich Büsten. Er überschritt die Norm.»

Auf eigene Faust

Schließlich nimmt der Neffe eine Abkürzung - das glaubt er jedenfalls. Mit ein paar Helfern öffnet er selbst das Grab, um an das Arbeitsbuch zu kommen. Doch nun hat der die Leiche, und wenn er nicht die neuen Hürden der Bürokratie nimmt, könnte er glatt auf dieser sitzen bleiben. Also geht es weiter durch die Behörden.

Die taz schreibt:

„Diese Maschine frisst ihren Erfinder wie anderswo die Revolution ihre Kinder. Das wird im Trickfilm gezeigt, der aussieht, als wäre er von Terry Gilliam. Damit ist der Ton von DER TOD EINES BÜROKRATEN gesetzt. Schon im Vorspann, der sich als pedantisches Formular geriert, finden sich in der Spalte für Verehrung und Dank Laurel and Hardy und Buster Keaton. Gewiss, wir sind im nachrevolutionären Kuba. Gewiss, es geht um die Auswüchse der Bürokratie. Aber unter vollem Einsatz der im amerikanischen Slapstick entwickelten Komödien-Techniken.“

und:„Darum ist DER TOD EINES BÜROKRATEN nicht einfach eine Hommage an die Filmkultur des Klassenfeinds. Er ist auch eine kubanische Komödie, die sich die erstaunliche Freiheit nimmt, reale Probleme in Szene zu setzen, unterm Denkmantel des Surrealen“

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