Workingman's Death
In der Nähe des stillgelegten Bergwerkes in der Ukraine steht noch das Arbeiterdenkmal für den sozialistischen Übersollerfüller. Die Männer, die heute untertage nach Kohle suchen, verrichten ihre harte Arbeit mit sehr viel geringerem Ertrag und ohne politischen Enthusiasmus. Das Bergwerk wurde stillgelegt, weil sich die Arbeit darin nicht mehr lohnt. Doch die spärlichen Reste sind ihre einzige Chance. Sie schürfen hier für das nackte überleben. Es ist illegal.
Die Arbeiter, die Glawogger in Indonesien besucht, gehen einer ebenso schweren und gefährlichen Arbeit nach. Am Rande eines aktiven Vulkans bergen sie schwefelhaltiges Gestein und tragen es ins Tal. Touristen flanieren um sie herum und lassen sich gern mal mit ihnen fotografieren.
In Pakistan filmt Glawogger Arbeiter, die ausrangierte Lastschiffe zerlegen und in China Stahlarbeiter. Bizarre, blutig brutale Bilder findet er in einer Open-Air-Schlachterei in Nigeria.
Der Epilog führt schließlich nach Dortmund, in ein ehemaliges Bergwerk, das zum Freizeitpark zurück gebaut worden ist: Verschwindet die harte Arbeit, oder wird sie nur unsichtbar?
Dieser Film ist nur in Deutschland, Österreich und in der Schweiz verfügbar.
Filminformation
Originaltitel: Workingman's Death
Sprachfassung:
Originalfassung mit deutschen UT, Originalfassung mit spanischen UT,
Originalfassung mit französischen UT,
Originalfassung mit türkischen UT,
Originalfassung mit englischen UT
Produktionsland: Österreich/Frankreich
Jahr: 2005
Länge: 120 Min.
Farbe
Regie: Michael Glawogger
Drehbuch: Michael Glawogger
Kamera: Wolfgang Thaler
Schnitt: Monika Willi, Ilse Buchelt
Ton: Ekkehart Baumung, Erik Mischijew, Matz Müller, Paul Oberle
Tonmischung: Matz Müller
Musik: John Zorn
Produktion: Lotus Film Gesmbh, Quinte Film, Arte France, Erich Lackner, Mirjam Quinte, Pepe Danquart
Festivals: 2005: Sao Paulo International Film Festival (BR); Vancouver/Toronto, Montreal Film Festival (CAN); Filmfestival Duisburg (D); 2006: Film Festival Göteborg (SE); Palm Springs Film Festival (USA); Thessaloniki Film Festival (GR)
Preise: 2007: Directors Guild of America Award; Film Award in Gold, German Film Awards; 2006: Grand Prix – Golden Apricot, Yerevan International Film Festival (ARM); Best Feature Length Documentary Award, Beirut International Documentary Festival (LB); Special Jury Prize, Message to Man Festival, St. Petersburg (RUS); Goldene Kader Preis, Verband österreichischer Kameraleute (AT); Best Documentary, Durban International Filmfestival (ZA); Golden Gate Award, San Francisco International Film Festival; Best Documentary Prize, FICCO, Mexico-City (MX); Preis „Beste Kameraarbeit“, Diagonale, Graz (AT); Seeds of War Award, Full Frame Documentary Film Festival, Durham (USA); 2005: Special Jury Award, Gijón International Film Festival (E); FIPRESCI Prize, Dok Leipzig International Leipzig Festival for Documentary and Animated Film; CPH:DOX Award, Copenhagen (DK); Grierson Award, Times bfi London Film Festival; Prix du CICAE, Venice (I)
Altersfreigabe: FSK 16
gefördert von: Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, Vienna Film Financing Fund, Österreichischer Rundfunk (ORG)
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Zum Inhalt
Immer noch lautet die Seinsfrage:
Arbeit haben oder nicht haben. Und auch deshalb ist Michael Glawoggers so wichtig wie er beeindruckend ist. WORKINGMAN´S DEATH zeigt ohne zu kommentieren oder zu predigen gar. Das berühmte Zitat von William Faulkner ist vielleicht die einzige verbale Anmerkung:
„You can't eat eight hours a day nor drink for eight hours a day nor make love for eight hours --all you can do for eight hours is work. Which is the reason why man makes himself and everybody else so miserable and unhappy.“
Am Rande eines aktiven Vulkans bergen die Arbeiter in Indonesien schwefelhaltiges Gestein und tragen es ins Tal.
Die unglaublichen Bildern
So kann der Betrachter die unglaublichen Bildern, die Kameramann Wolfgang Thaler komponiert hat, sehen und verstehen wie er möchte.
Zerlegung ausrangierter Lastschiffe
Über die grausigen Schlachthofszenen in Nigaria schreibt Michael Atkinson „imagine your favorite Francis Bacon nightmare times a thousand, with lakes of blood“, und etwas später „Glawogger's film may be thematically loose-jointed, but Wolfgang Thaler's cinematography is the glue; the signature move—a flowing Steadicam track before or following a subject—blooms into variations on a visceral theme, especially as it rhymes the Nigerian butchers stalking through acres of red mud dragging bull heads with the Indonesians carrying rocks down smoking, tourist-littered mountain paths. John Zorn's pensive electro-score ramps up the disquiet.“
(Michael Atkinson, Village Voice)


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