Choropampa – The Price of Gold
Filmpartner: FDCL - Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.
Am 2. Juni 2000 verliert ein Lastwagen der Yanacocha Goldbergwerk 151 kg flüssiges Quecksilber auf einer 40 km langen Strecke einer Landstraße in den Anden. Weder die örtliche Verwaltung noch die Bergwerkverwaltung klären die Bewohner auf, dass Quecksilber hoch giftig ist. Die Bewohner halten das silberne flüssige Metall für 'Azogue'– ein altertümliches Allheilmittel. Sie sammeln das Zeug ein – mit bloßen Hände. Sie füllen es in Flaschen und Dosen. Die Kinder und spielen mit dem Quecksilber und verschütten es wo sie gehen und stehen, in den Häuser, auf Betten, in Gärten und in der Schule.
Mindesten 900 Leute erlitten Vergiftungen, und sie blieben ohne medizinische Betreuung.
Dieser Film ist nicht verfügbar in USA, Kanada, Belgien, Luxemburg und Niederlande.
Filminformation
Originaltitel: Choropampa – El Precio del Oro
Sprachfassung:
Originalfassung in Spanisch und Englisch , Spanische und englische Originalfassung mit englischen Untertiteln,
Spanisch-englische Originalfassung mit französischen Untertiteln
Produktionsland: Peru
Jahr: 2002
Länge: 75 Min.
Farbe
Regie: Ernesto Cabellos, Stephanie Boyd
Drehbuch: Ernesto Cabellos, Stephanie Boyd
Kamera: Ernesto Cabellos
Schnitt: Ernesto Cabellos, Stephanie Boyd, Edgardo Castañeda
Tonmischung: Francisco Adrianzén
Produktion: Ernesto & Rafael Cabellos, Stephanie Boyd, Stefan Kaspar
Festivals: 2003: International Film Festival Mar del Plata; Chicago Latino (USA); Encuentros del Otro Cine, Quito (Ecuador); DokFest München (D); LALIFF - Los Angeles Latino (USA); UNESCO Open Frame, New Delhi (India); Lima Encuentro de Cine (Peru); Three Continents, Johannesburg (ZA); Planet in Focus, Toronto (CA); SEMINCI Valladolid (F); Barcelona Film and Human Rights Festival (E);
Preise: 2004: Peru’s National Film Institute (CONACINE) Award; 2003: 2nd Prize Time of History, SEMINCI - Valladolid International Film Festival (E); Man and Environment Award, Festroia International Film Festival (PT); Rudolf Vrba Award, One World International Human Rights Film Festival, Prague (CZ); Audience Award, Barcelona's International Film and Human Rights Festival (E); 2002: Premio OCIC (SIGNIS) Award for Post-production in Cinema, 18. Festival International de Cine de Mar Del Plata (AR)
Archivmaterial: Canal N, Panamericana Televisión, Grupo Grufides, Miguel Piedra, Bürger von Choropampa
Das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) ist seit 1974 als Informations- und Kommunikationszentrum weit über die Grenzen Berlins hinaus Anlaufstelle und Treffpunkt für Menschen und Gruppen, die sich über Lateinamerika informieren oder zu bestimmten Themen engagieren wollen.
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Zum Inhalt
Yanacocha
ist eine der großen und profitabelsten Goldbergwerke der Welt. Hier haben seine Besitzer Gold im Wert von über $7 Milliarden eingefahren. Quecksilber ist ein Nebenprodukt des Goldbergbaus, und Quecksilber ist ein höchst gefährliches Material. Dass es überhaupt zu dem Unfall kommen konnte, der das giftige Metall in der ganzen Gegend verteilte, ist ein Skandal, der auf Mangel an Vorsicht weist. Drei Bergdörfer wurden davon betroffen unter ihnen Choropampa.
«Yanacocha»
Minera Yanacocha,
der Betreiber des Bergwerks, sagen, sie haben nach dem Unfall schnell und verantwortlich reagiert und schädliche Folgen vermieden. Zur 'schnellen Reaktion' gehörte, dass sie die Dorfbewöhner dafür bezahlten das toxische Quecksilber mit bloßen Händen aufzusammeln – ohne die vorgeschriebenen Schutzanzüge, Atem und Handschutz. Auch Schadensersatz hatte Newmont, die US Firma die das Bergwerk besitzt, angeboten – sehr wenig. Das Dorf wählt einen neuen Bürgermeister: Lot Saavedra, 22 Jahre alt. Er will für medizinische Versorgung und angemessenen Schadensersatz kämpfen. Der junge Bergbauer Sohn muss gegen gewissenlose Politiker, aalglatte Firmenmanager und dubiose Gesundheitsexperten antreten. Nach Monate langen frustrierenden Gesprächen beschließt das Dorf die Landstrasse zu sperren...
Zitate zum Film
Virgilio Nimboma, Bauer
'What use are streets of gold when we're sick? We're so sick we can't even sleep. We know our country is rich in gold. There's a lot of gold in Peru. But these foreign mining companies … extract gold and take it abroad. In Peru we don't see any advances from this mineral. ... Mining has only made us sick.'
Julia Carrasco, Bäuerin
“Long ago the Spaniards used weapons to kill our ancestors and they took our stuffs. Now they only need to contaminate us and take it from under our noses.”
Juana Martínez, Schuster
“ ‘Look dear,’ he told me, ‘if you make trouble and get a lawyer, we'll get a hundred lawyers. So you should accept our offer. If you don't, it's your
problem.’ Like they wanted to threaten me. ”[/


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