26.06.2009 | erstellt von le_redacteur

Über Kim Longinotto

Kim Longinottos Filme wurden auf vielen bedeutenden Filmfestivals gezeigt, und sie haben unzählige Preise gewonnen. Mehr noch als gefeiert ist Kim Longinotto geachtet und bewundert. Mit ihrer Kamera bringt sie uns Fernes nah. Sie scheint einzutauchen in die Sphäre ihrer Personen und darin zu verschwinden. Oft fragt man sich: Wie konnte sie diese Szene überhaupt filmen? Hätte die Anwesenheit einer fremden Person –einer Person mit Kamera gar – die Leute nicht zum verstummen gebracht? Wir haben dann den Eindruck Longinotto habe bestimmte intime Szene dokumentieren können, weil sie mit den Gegenständen im Raum verschmolzen ist. Fast scheint es so, als sei sie bei den Dreharbeiten mit ihrer Kamera unsichtbar. Jedenfalls spricht in ihren Filmen kaum jemand in die Kamera oder zu einer Interviewerin. Offenbar drängt sie sich den Menschen über die sie Filme macht nicht als Regisseurin auf. Longinottos Filme wirken oft so, als seien sie in einem Zustand der frei schwebenden Aufmerksamkeit gefilmt. Und diese Haltung bewahrt Longinotto auch gegenüber den Zuschauern ihrer Filme. Sie schaut und lässt schauen. Meinungen zum Thema? Hinsehen und selber meinen! Die Wirkung der Szenen werden von Kim Longinotto nicht durch Kommentare kanalisiert.

Seit 1986 produziert Kim Longinotto ihre Filme über die eigene Produktionsfirma „Twentieth Century Vixen“ .

FILMS: DAY I WILL NEVER FORGET; SHINJUKU BOYS; DIVORCE, IRANIAN STYLE; SISTERS IN LAW; HOLD ME TIGHT, LET ME GO; HIDDEN FACES; RUNAWAY

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