Posts Tagged ‘ABSCHALTEN’

18.03.2010 | erstellt von le_redacteur

Leipziger Buchmesse

Heute beginnt die Leipziger Buchmesse. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), unser Partner für den Film ABSCHALTEN, veranstaltet dort ein Podiumsdiskussion zum Thema bedrohte Sprachen:

“Wenn die Sprache lebt, lebt die Kultur Sprachensterben - Bedrohung für Minderheiten weltweit”

am Sonntag, den 21.03.2010, von 16:00 – 17:00 Uhr

im Forum Kleine Sprachen, Halle 4, Stand D401

Es sprechen:

Tjan Zaotschnaja (Itelmenin von der russischen Halbinsel Kamtschatka)

James Albert (Experte für indische Minderheiten)

Yvonne Bangert (GfbV-Referentin für indigene Völker)

Sarah Reinke (GfbV-Referentin für GUS-Staaten)

11.02.2010 | erstellt von le_redacteur

Erster Filmpartner bei realeyz.tv - Gesellschaft für bedrohte Völker

realeyz.tv freut sich auf die Zusammenarbeit mit der GfbV Gesellschaft für bedrohte Völker. Die GfbV hat die Partnerschaft für unseren Film ABSCHALTEN! - APAGA Y VÁMONOS übernommen. Ab jetzt werdet Ihr auf dem realeyz Blog regelmäßig Hintergrundinfos, Neuigkeiten und Kommentare von GfbV lesen können.

Die GfbV ist eine Menschenrechtsorganisation, die sich seit 40 Jahren weltweit für die Rechte bedrohter und verfolgter Minderheiten und Ureinwohnergemeinschaften einsetzt. Sie hat beratenden Status bei den Vereinten Nationen und mitwirkenden Status beim Europarat. Dort wie auch durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit setzt sie sich gegen Verfolgung, Diskriminierung und Bedrohung ein und macht sich stark für die, von denen keiner spricht. Auch die Mapuche, die „Helden” des Films „Abschalten!”, sind solch ein Volk, welches seit langem verdrängt und unterdrückt wird. Die industrielle Erschließung von Mapuche-Land wirkt sich katastrophal auf die Gemeinschaften aus. Dies zeigt der Film sehr plastisch.

10.02.2010 | erstellt von GfbV_Blog

Staatliche und paramilitärische Repressionen gegen die Mapuche

Die seit 1990 wieder stark ansteigenden Konflikte im Süden Chiles zwischen Landbesitzern, Holzfirmen und ansässigen Ureinwohner spitzt sich zu.

Die Mapuche, normalerweise ein friedliches Volk, waren erfolgreiche Selbstverteidiger ihrer Freiheit und ihres Landes gegen die Inka und später die spanischen Kolonialherren. In den vergangenen Jahrhunderten haben sie jedoch fast 90 Prozent ihres Landes verloren. Vor allem unter der Diktatur Pinochets litten sie unter der Privatisierung indigener Territorien durch den Staat und deren Vergabe an transnationale Forstunternehmen, die die natürlichen Waldbestände rodeten und mit schnell nachwachsenden Bäumen aufforsten, die den Boden unfruchtbar machten und das gesamte Ökologische Gleichgewicht zerstörten. (more…)

24.06.2009 | erstellt von le_redacteur

Zum BíoBío-Staudammprojekt in Chile und der ENDESA

Text: Yvonne Bangert und: Anika Stowasser; Gesellschaft für bedrohte Völker Göttingen im September 2006

Der BíoBío - Fluss ist für die Mapuche in Chile ein Ort von großer symbolischer Bedeutung. Er war vor der endgültigen Unterwerfung der Ureinwohner Chiles der Grenzfluss zwischen dem spanischen Kolonialgebiet und dem freien Mapuche-Territorium. Heute soll er durch ein System von sechs Staudämmen Chiles wichtigster Energieversorger werden. Zwei der Staudämme, Pangue und Ralco, sind bereits fertig gestellt. Der Ralco Damm, 2004 vollendet, ist der drittgrößte Damm weltweit. In seinem Stausee verschwand ein Großteil des angestammten Landes der Pehuenche-Mapuche. Mit dem Land ist auch die uralte Kultur der Pehuenche dem Untergang geweiht. Projektträger ist der spanische Energiekonzern ENDESA, der gerade in Fusionsverhandlungen mir dem deutschen Energieriesen E.ON steht. (more…)